Kraftfutter, ohne Zusatz – Die Kunst des Ausblendens
Kraftfutter, ohne Zusatz – Die Kunst des Ausblendens
VON Marcus Tesch
Geistliche Vorleseimpulse zum Start des Kirchenvorstandstreffen, des Meetings der Mitarbeitenden. Ohne Aufwand. Wenn es schnell gehen muss. Nahrhaft. Tiefgründig. Mutmachend.
Hoffnungssplitter
Wusstest du, dass die meisten Menschen ihre persönlichen Anliegen für das Wichtigste halten? Und dass du, wenn du es mit vielen Menschen zu tun hast, es mit vielen dieser Anliegen zu tun hast? Jedes ist unaufschiebbar, wichtiger als alle anderen. Es geht um alles oder nichts! Und zwar sofort und ohne Kompromiss.
Das ist auch das Prinzip, wie “Nachrichten” entstehen. Sie werden nach vorne gebracht durch die, deren Anliegen darin vertreten sind, und die es dann schaffen, sie lautstark und konsequent nach vorne zu drücken. In den leider nicht so Sozialen Medien ist dieses Phänomen nur noch umso schlimmer.
Aber ob auf der Arbeit, im Freundes- und Bekanntenkreis, in Nachrichten oder im Internet – du darfst, ja, du musst es lernen, Dinge auszublenden. Du musst Prioritäten setzen. Das war übrigens auch schon bei Jesus so. Und du bist nicht mal Jesus! Darum ist es wichtig, immer wieder abzuschalten (im wahrsten Sinne des Wortes) und für Ruhe zu sorgen und dann herauszufinden, wo deine Prioritäten liegen.
Hoffnungswort
Strebt vor allem anderen
nach seinem Reich und nach seiner Gerechtigkeit –
dann wird Gott euch auch das alles schenken. (Matthäus 6,33)
Hoffnungsseufzer
Jesus, manchmal will ich die Welt retten. Dann trage ich die Last von allen und allem, was auf mich eindringt. Jede und jeder will meine Aufmerksamkeit und erklärt mir, warum ausgerechnet sein Anliegen das Wichtigste ist. Hilf mir doch, gelassen zu bleiben. Hilf mir, auf die Verantwortung und Fähigkeiten der anderen zu trauen, ihre Probleme selbst zu lösen. Und bewahre mich davor, mich selbst für den Retter der Welt zu halten. Amen.
Hoffnungshürde
Worauf könntest du dich konzentrieren?
Foto von Ella Olsson auf Unsplash
AUTORIN · AUTOR

Marcus Tesch ist verheiratet, hat zwei Kinder und ist seit 2005 Gemeindepfarrer in der Evangelischen Kirchengemeinde Wissen (Sieg). Er kann sich begeistern für seine Familie, seine Arbeit, Werder Bremen, irische und schottische Folk Music und einen guten Malt-Whisky.

Die gute Seilschaft: hak’ Dich ein!
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