Buchtipp: „Einfach mal wagen“ von Christian Butt und Emilia Handke

Buchtipp: „Einfach mal wagen“ von Christian Butt und Emilia Handke

VON Dr. Manfred Baumert

Veröffentlicht am: 9. Februar 20261,9 min Lesezeit372 WörterKategorien: Alle, Ausrüstung, LesenSchlagwörter: , , , , , , , Aufrufe: 112

„Einfach mal machen“

Von Christian Butt und Emilia Handke

Vandenhoeck & Ruprecht

Ein „Pastor to go“, ein Kirchenraum als Escape-Room, ein Golfcaddy als Segensmobil, ein Zuhör-Kiosk im Einkaufszentrum oder ein Graffiti-Workshop – dies sind einige der 20 kreativen Projektideen, die in diesem Buch vorgestellt werden.

Was zunächst idealtypisch klingt, wurde tatsächlich bereits in ländlichen Gemeinden und in Stadtkirchen erprobt. Die Aktualität des Buches liegt darin, dass sich im Zuge kirchlicher Reformprozesse alle Gemeinden mit schwindenden Ressourcen auseinandersetzen müssen.

Genau hier setzen die Herausgeber an: Sie werben für das Potenzial kirchlicher Projektarbeit und ermutigen dazu, experimentell zu handeln und neue Formen auszuprobieren. Dabei geht es ausdrücklich nicht um „atemberaubende Events“, sondern um die Verbindung bestehender Traditionen mit neuen Kontexten und eine klare Orientierung an den Menschen, die erreicht werden sollen. Gemeinden sollen sich von einer einseitigen, Komm-Struktur lösen und hin zu einer aufsuchenden Gemeindearbeit entwickeln. Dadurch können kirchenferne Menschen die Kirche barrierefrei erleben und mit dem Evangelium in Berührung kommen. So werden Erfahrungen des Reiches Gottes ermöglicht.

Der Reiz des Buches liegt auch in der fast einheitlichen didaktischen Struktur aller Projektbeschreibungen.

Der erste Teil des Buches widmet sich Projekten, die innerhalb kirchlicher Räume realisierbar sind. Im zweiten Teil werden zeitlich begrenzte „Staffeln” vorgestellt, die im öffentlichen Raum stattfinden. Ein besonders eindrückliches Beispiel ist ein Konfi-Kunstprojekt unter Anleitung eines Künstlers, bei dem die Weihnachtsgeschichte mithilfe lebensgroßer Figuren in das Umfeld einer Fußgängerzone versetzt wird. Der projektorientierte Ansatz lässt sich dabei für alle Altersgruppen adaptieren.

Der Reiz des Buches liegt auch in der fast einheitlichen didaktischen Struktur aller Projektbeschreibungen. Nach einer Darstellung der Beweggründe für das Projekt und der Projektidee folgen: 1. Detaillierte Ablaufpläne mit allen nötigen Vorbereitungen. 2. Eine Übersicht über benötigte Materialien. Und 3. liturgische Elemente samt Textvorlagen.

In der Kategorie „Stolpersteine“ reflektieren Pfarrerinnen und Pfarrer ihre Konzeption selbstkritisch. Anschließend wird die Übertragbarkeit auf andere Kontexte diskutiert und es werden realistische Hinweise für die praktische Umsetzung gegeben.

Wie ein roter Faden zieht sich durch die Lektüre die wachsende Motivation, zeitlich begrenzte unkonventionelle Methoden zu wagen, um Menschen heute wie zukünftig mit der Guten Nachricht von Jesus Christus zu erreichen.

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