Der Gong im Wohnzimmer
Der Gong im Wohnzimmer
VON Heiko Metz
Eine Frau, ein Bildschirm und fünfundzwanzig Minuten Stille. Wie Menschen im Netzkloster zu sich und Gott finden und dabei eine geistliche Weggemeinschaft werden.
21:23 Uhr. Marie-Lenes Wecker klingelt. Ein paar Minuten Vorlauf, damit sie den Übergang nicht verpasst. Sie stellt das Meditationsbänkchen bereit, atmet aus. Die Kerze – eigentlich wollte sie die jedes Mal anzünden. „De facto mach ich es aber nicht immer.“ Dann klappt sie den Laptop auf.
21:29 Uhr. Ein Zoom-Raum öffnet sich. Erst zwei Kacheln. Dann fünf. Dann zehn. Wohnzimmer, Schreibtische, eine Schulter, die sich richtet. In manchen Fenstern flackert Kerzenlicht. In einer Kachel steht eine Ikone im Regal. Bei einer anderen erkennt man nur schemenhaft das Gesicht. Mehr nicht.
25 Minuten Schweigen vor dem Bildschirm
Ein Satz zur Begrüßung. Eine Einladung, den Raum zu halten. Dann eine kurze Liturgie: Textimpuls, Gebet, Atemzug. Niemand fragt, wie der Tag war. Drei Gongs schlagen eine Schwelle. Der dritte Ton hängt noch in der Luft, da wird es still.
Augen schließen sich. Schultern sinken. Die Kamera bleibt an.1 Am Anfang hat Marie-Lene noch geblinzelt – erinnert sie sich – zwischendurch die Augen geöffnet und sich gefragt: Ist die Verbindung weg? Nein, sie schweigen einfach. Mittlerweile kennt sie den Rhythmus. Nach fünfundzwanzig Minuten kehrt der Gong zurück. Ein Schlag: auftauchen. Abschlusssegen. Ein kurzes Danke. Die Kacheln werden schwarz. In Marie-Lenes Wohnung bleibt ihr Zimmer: Stuhl, Tisch, der geschlossene Laptop.
Manchmal bleibt sie noch sitzen. Als müsste der Körper erst verstehen, dass nichts mehr passiert – und genau darin etwas passiert ist. Sie sagt später: „Ja, wir sitzen da und schweigen. Es ist objektiv richtig, es trifft es aber überhaupt gar nicht.“
„Der digitale Ort für analoge Meditation“ nennt das Netzkloster sich selbst. Simon Weinreich, reformierter Pfarrer bei Zürich und einer der Leitenden, sagt: „Menschen sind von Natur aus analog, und wir meditieren analog. Im Netzkloster nutzen wir digitale Möglichkeiten, um einen kontemplativen Lebensstil zu pflegen.“ Bis zu viermal täglich kann man so online eine stille Pause einlegen. Die Mikrofone sind aus, die Kameras bleiben an. „Wenn alle die Bildschirme abschalten würden“, sagt Weinreich, „wäre ja wieder jeder für sich.“2
Bis zu viermal täglich kann man so online eine stille Pause einlegen.
Warum macht jemand das – Abend für Abend? Marie-Lene ist evangelisch-landeskirchlich geprägt. Sie war immer dabei in christlichen Gruppen und Gemeinden. Als Teenie hat sie verschiedene Formen von Spiritualität ausprobiert, war viel im Ausland. Sie hat nie großen Wert darauf gelegt, welches Label an der Tür stand. Rückblickend, sagt sie, habe sie sich immer schon zu kleinen Kreisen hingezogen gefühlt, „wo Dinge im Aufbruch sind und noch nicht ganz fertig sind“. Sie war in drei Gemeindegründungen, an unterschiedlichen Orten beteiligt – offen, dynamisch, in Bewegung. Damit fuhr sie gut – bis sich etwas änderte.
Beheimatung für Heimatlose
„Ich hab mich von den Orten entfremdet, die mir bisher geistliche Heimat waren“, sagt sie. Das Wort mag sie eigentlich nicht, klingt ihr zu esoterisch. Aber es trifft den Kern. „An diesen Orten hab ich mich zunehmend fremd und unwohl gefühlt.“ Kein lauter Bruch. Eher ein stilles Leiden. Dazu kam ein Umzug. Von Hamburg zurück in die Heimatgegend, ländlicher Raum. Sie hatte sich das gewünscht: naturverbundener leben, aus dem Großstadthustle aussteigen. Aber natürlich bedeutete das auch: weniger Subkulturen, weniger Vielfalt. Hier gab es die Landeskirche. Ihre Wurzeln. Aber die Angebote für ihre Altersgruppe richteten sich an Familien. „Da gibt es wenig Anknüpfungspunkte“, sagt sie. Die Gemeinde war da – nur nicht für sie. Dazu der Druck: „Wie, du bist in keiner Gemeinde, ach jemine, das geht doch gar nicht.“ Marie-Lene nennt das die Klub-Logik. Sie habe selbst geglaubt, zu einem Klub gehören zu müssen. „Und wusste aber auch nicht richtig, welcher das sein sollte.“ Also sucht sie sich Halt anders. Enge Freundschaften, mit denen sie ihren Glaubensweg teilt. Im Netz: Newsletter, Theologinnen bei Substack, Gedanken aus Amerika. Das versorgt sie. Aber es bleibt weit weg. „Wo sind denn die Leute hier?“, fragt sie sich öfter.
Eine Freundin empfiehlt ihr eine App: „Pray As You Go“. Kontemplative Impulse mit Reflexionen des eigenen Lebens, gemacht von Jesuiten aus Großbritannien. „Das fand ich total wohltuend“, erinnert sich Marie-Lene. „Das war für mich eine ganz neue Form von Spiritualität.“ Sie merkt: „Ich brauche nicht mehr Input, ich brauche eigentlich Raum für Verbindung und um zu verarbeiten, was eh schon los ist in meinem Leben.“ Das steht im Gegensatz zu den meisten frommen Programmen, die sie kennt.
„Ich brauche nicht mehr Input, ich brauche eigentlich Raum für Verbindung und um zu verarbeiten, was eh schon los ist in meinem Leben.“
Dann erzählt ihr auf einem Frauennetzwerktreffen eine Teilnehmerin vom Netzkloster. Die Frau hat dort einen Kurs mitgemacht. Marie-Lene denkt sofort: „Das ist genau mein Ding.“ Es gibt einen Einführungsabend. Was ihr zusagt: die zeitgemäße Ansprache. Ohne „diesen klassisch frommen Stallgeruch“. „Es war wie eine Tür“, sagt sie. Klar habe sie gewusst, man kann in Klöstern Exerzitien buchen. Sogar in ihrer Verwandtschaft gibt es Leute, die das praktizieren. „Aber jetzt in ein Kloster zu fahren, die Hürde wäre mir viel zu hoch.“ Im Herbst 2024 startet ein Vertiefungskurs. Marie-Lene meldet sich an: „Ich brauche das jetzt unbedingt, ich brauche Weggefährtinnen.“ Der Kurs dreht sich um die Frage: Wie kann ich Meditation in meinen Alltag integrieren? Die Kursleiterin ist erfahren, lässt die Gruppe ausprobieren, dann reden sie darüber.
Ein Ort, eine Zeit, ein Ritual
„Ich wäre dran gescheitert, wenn ich nicht in einem Kurs gewesen wäre“, sagt Marie-Lene. „100 Prozent.“ Es geht darum, einen festen Ort zu finden, einen festen Zeitraum. Marie-Lene denkt zunächst: Das muss morgens sein. Aber die angebotenen Zeiten passen nicht: 6 Uhr zu früh, 8 Uhr zu spät. Dann gibt es noch den Abendslot. Die Vigilia – das klösterliche Nachtgebet – um 21:30 Uhr. „Dann dacht ich: Komm, das probier ich aus.“ Es ist Winter, sie ist frisch umgezogen. „Dann klink ich mich da ein.“
Das wird der Anfang ihrer Routine. Auch wenn sie diesen als Widerspruch spürt: Es ist leicht – und schwer zugleich. „Es ist eine riesige Schwelle, diese Gewohnheit im Alltag zu verankern. Das ist ein Riesenprozess.“ Pause. „Und gleichzeitig ist es maximal niedrigschwellig. Abends meinen Laptop aufzuklappen.“ Technik ist ein Klick. Praxis ist ein Entschluss. Jeden Abend neu. In ruhigen Wochen ist sie fünfmal dabei. Letzte Woche, beruflich unterwegs, nur einmal. Es schwankt. „Aber im Grunde ist bei mir verankert: Wenn ich um 21:30 Uhr zu Hause bin, dann nehme ich teil. Keine Frage mehr.“
Wer den Zoom-Raum zum ersten Mal öffnet, sucht vielleicht nach Stimmen, einer Vorstellungsrunde oder Smalltalk. Hier ist es anders. Das Reden ist in der Vigilia nicht der Punkt. Es sei „gar nicht erwünscht“, sagt Marie-Lene, dass man sich in Gesprächen verliert. Der gemeinsame Ort entsteht über Wiederholung: sehen, nicken, schweigen. Marie-Lene nennt es Weggemeinschaft. „Uns verbindet der gemeinsame Weg. Nicht die Mitgliedschaft in irgendeinem Klub oder eine Übereinkunft über Glaubenssätze. Sondern die Bereitschaft, diesen Weg gemeinsam zu gehen.“ Dazu kommt: Jeder sitzt in seinem eigenen Raum. „Wir laden einander ein in unser Wohnzimmer, Schlafzimmer, Arbeitszimmer. Und das ist Vertrauen und ein sehr sicherer Ort und gleichzeitig auch ein sehr verletzlicher Ort.“
Nach ein paar Wochen erkennt Marie-Lene Gesichter wieder. Ein Nicken. Ein vertrauter Hintergrund. Mehr ist es nicht – und es reicht. Man muss nichts preisgeben. „Aber trotzdem, man kriegt ja ganz viel mit voneinander, ne?“ Wenn jemand fehlt, schreibt vielleicht jemand in der App des Netzklosters, was los ist. Eine Person renoviert ihr Haus, deshalb ist sie nicht da. Sonst war sie eine feste Säule – auf deren Kachel Marie-Lene zählen konnte. „Ich merke: Ich erwarte, dass dieses Gesicht erscheint“, sagt sie. „Und jetzt fehlt es.“ Sie weiß nicht viel über diese Frau. Aber sie vermisst sie.
Lebendiger Teil einer Weggemeinschaft
Marie-Lene hat beruflich viel im digitalen Raum zu tun. Sie hat die Erfahrung gemacht, dass Verbindung dort möglich ist. Mehr noch: „Obwohl er physische Distanz schafft, ermöglicht er auf anderen Ebenen größere Nähe.“ Sie erzählt von einem anderen digitalen Format: einem Zoom-Gottesdienst, „Brot und Liebe“. Dort nimmt eine chronisch kranke Person mit Sauerstoffmaske teil, im Krankenhaus liegend. Diese Person kann teilnehmen, weil die Kirche zu ihr kommt. Es gibt eine Person mit unkontrollierten Bewegungen, die auch teilnimmt. Marie-Lene fragt sich: „Welcher Gemeinderaum würde das anbieten können, würde das aushalten?“ „Ich finde es erstaunlich, wie der digitale Raum, obwohl er manche Hürden erhöht, andere komplett abbaut.“
Was passiert bei ihr in der Vigilia? Marie-Lene zitiert ein Sprichwort aus dem Kurs: Die Meditierende besucht sich selbst. „Wie ich gerade bin, so begegne ich mir auch.“ Es ist eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Gemütszustand. Früher hätte sie gesagt, es sei eine erwartungsvolle Haltung für eine Begegnung mit dem Göttlichen. „Bin aber gerade dabei, zu lernen, eine absichtslose Haltung einzuüben und die Stille an sich als genug zu akzeptieren.“ „Es ist für mich nach wie vor ein Rätsel, wie die Stille an sich als heilsamer Ort funktionieren soll.“ Was ihr hilft: das Bild vom inneren Raum. Und dass sie sich auf den Weg dorthin macht. „Den Kern der Seele, die innere Burg, wie Teresa von Ávila sagt, wo das Ebenbild Gottes wohnt.“ Marie-Lene hat eine Fastenpredigt von Pater Anselm Grün dazu gehört, „bestimmt zehnmal“. Weil sie ihr so geholfen hat. Titel: „Bei sich zu Hause sein“. „Ich glaube, es braucht, um diesen Weg nach innen zu gehen, auch einen äußeren Raum“, sagt sie. Genau das ist für Marie-Lene die Vigilia.
Raus aus dem Frommen leisten Müssen
Es gibt einen Abendsegen, der manchmal zum Abschluss gesprochen wird: „Gott segne den Mond über uns, die Erde unter uns und sein Ebenbild in uns.“3 „Genau darum geht es“, sagt Marie-Lene. „Diesen göttlichen Kern, weg von diesem religiösen Leistungsdenken. Ich muss mich verändern, ich muss Gott ähnlicher werden.“ Sie nennt das einen absurden Leistungsdruck. „Als ob ich aus mir heraus Jesus ähnlicher werden könnte.“ Stattdessen geht es ihr darum, dem auf den Grund zu gehen, was an göttlichem Ebenbild in ihr verankert ist. „Unantastbar, unversehrt, rein – was da schon da ist.“ Eine andere Haltung. „Das ist für mich der absolute Game Changer, auszusteigen aus diesem Leistungsdruck.“ Ein Gedanke des schwedischen Mystikers Dag Hammarskjöld begleitet sie schon einige Zeit: Wer nach innen geht, trifft dort nicht auf Leere – sondern auf eine Gegenwart. Für Marie-Lene ist das eine Verheißung: „Dass da schon jemand da ist, dass ich erwartet werde.“
Monatelang reicht ihr die Stille. Gong, Atem, Segen – und danach wieder Wohnzimmer. Aber je vertrauter die Kacheln werden, desto lauter wird eine andere Frage: Bin ich hier nur Gast – oder gehöre ich dazu? Und sie merkt: Sie fremdelt. Das Bedürfnis nach Resonanz meldet sich. Es ist ungewohnt, sagt sie, dass der Leistungsdruck fehlt: „Einerseits cool, aber andererseits auch komisch. Dass niemand von mir erwartet, dass ich an bestimmten Abenden aufkreuze.“
Als der „Konventus“ ansteht, die Jahresversammlung des Netzklosters, macht sie mit. Mehr Menschen, mehr Austausch, mehr Struktur. Sie ist neugierig. Sie will begreifen, wie dieses Netzkloster „Zugehörigkeit“ denkt – ohne Klubregeln.
Vom Zuhören zum Dazugehören
Hier erlebt sie einen persönlichen Wendepunkt: „Und da habe ich erst verstanden, dass das Netzkloster auch erst im Aufbau ist.“ Nicht fertig. Nicht perfekt. „Und dann dachte ich: Ja cool, bin genau richtig hier.“ Sie mag solche Räume: „Wo Dinge im Aufbruch sind, wo man Fehler machen darf – aber wo man auch mitgestalten kann.“ Die Klub-Frage löst sich. „Obwohl ich keine Ortsgemeinde habe, habe ich da eine Weggemeinschaft gefunden. Eine Verbundenheit mit einer Bewegung, mit einem Weg.“ Sie sagt: „Egal in welches Kloster ich jetzt gehe: Wo die Via Cordis, der jahrhundertealte Weg des Herzensgebets, praktiziert wird,4 weiß ich, dass ich da Verbündete antreffe.“ Der Konventus wird für Marie-Lene zur Entscheidung: bleiben, mitgehen – und nicht nur konsumieren.
„Obwohl ich keine Ortsgemeinde habe, habe ich da eine Weggemeinschaft gefunden“
Später trifft sie einige Menschen aus dem Netzkloster persönlich. Beim Übungstag, einmal im Jahr. Petra (Name geändert) zum Beispiel. Die kannte sie nur als Gesicht in einer Kachel, Abend für Abend. Jetzt stehen sie nebeneinander. „Ich habe erfahren, was sie für eine tolle Frau ist“, sagt Marie-Lene. „Ich hatte es geahnt. Aber jetzt weiß ich es.“ Mit einer anderen Frau ist sie seitdem im Austausch per WhatsApp. „Einfach weil uns viel verbindet.“ Und eine Freundin hat sie selbst aufs Netzkloster aufmerksam gemacht. „Das war richtig toll, weil es für uns beide wohltuend war.“ Wobei sie nicht am selben Ort wohnen. „Die Freundschaft pflegen wir in erster Linie über digitale Kanäle. Das physische Treffen ist die Ausnahme. Aber wir sind gemeinsam unterwegs.“
Die Sehnsucht nach digitalen religiösen Orten ist kein Randphänomen. Die aktuelle Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU 6, 2023) beschreibt eine Verschiebung: Die Bindung an Institutionen wird brüchiger, die Suche nach Spiritualität im „privaten Nahbereich“ bleibt. Für viele ist Religion heute weniger eine Frage der Vereinsmitgliedschaft als eine Frage der Passung. Sie setzen ihren Glauben stärker so zusammen, dass er in ihr Leben passt – nicht umgekehrt.
Ein leises Format mit weltweiter Reichweite
Was während Corona in vielen Gemeinden als Stream begann, hat sich seither verzweigt. Es gibt nicht mehr nur den einen Sonntagsgottesdienst auf dem Bildschirm. Es gibt Formate, die weniger senden als üben. Das Netzkloster gehört zu den leisen Formaten – und dockt dabei an etwas Zeitloses an. „In der uralten Tradition christlicher Mystik verbirgt sich ein Schatz“, heißt es auf der Website, „der im 21. Jahrhundert neu entdeckt werden will.“ Das Netzkloster trägt ihn ins Digitale – so, dass Entfernung kaum noch eine Rolle spielt: Nachbardorf oder anderer Kontinent, in der gemeinsamen Übung fühlt es sich gleich nah an.
Dieses Gemisch aus uralter Praxis und digitaler Form ist kein Einzelfall. Viele suchen nicht mehr den einen „Klub“, sondern eine Praxis, die trägt – und Menschen, die denselben Weg gehen. Auch der Religionsmonitor der Bertelsmann Stiftung beschreibt eine religiöse Landschaft, in der die Menschen sich ihren Glauben wie ein Mosaik neu zusammensetzen. Bei Marie-Lene ist dieses Mosaik leise: kein Stream, keine Predigt – sondern Gong und Stille.
22:02 Uhr: Der Abendsegen ist gesprochen. Der Bildschirm wird dunkel. Marie-Lene sitzt noch einen Moment. Keine Musik. Kein Nachgespräch. Wenn man sie fragt, was sie da macht, landet sie wieder bei dem Satz: „Ja, wir sitzen da und schweigen. Es ist objektiv richtig, es trifft es aber überhaupt gar nicht.“
Sie hat geglaubt, eine neue Zugehörigkeit zu brauchen. „In Wirklichkeit hatte ich eine Sehnsucht nach Verbundenheit. Ein viel tieferes Bedürfnis.“ Was sie gefunden hat, ist kein Klub. Es ist ein Weg. Und Menschen, die bereit sind, ihn gemeinsam zu gehen. Marie-Lene ist wieder allein in ihrem Wohnzimmer. Der Laptop ist zugeklappt. Die Kerze ausgepustet. Bis morgen Abend, 21:30 Uhr.
1. https://www.magnet.jetzt/artikel/meditieren-im-online-kloster/ abgelesen am 10.12.2025.
2. Für alle Zitate in diesem Absatz: https://www.magnet.jetzt/artikel/meditieren-im-online-kloster/ abgelesen am 10.12.2025.
3. Netzkloster. Texte Vigilia (PDF).
4. https://www.reflab.ch/wir-brauchen-gute-rituale-einblicke-ins-netzkloster/, abgelesen am 10.12.2025.
5. Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Wie hältst du’s mit der Kirche? Zur Bedeutung der Kirche im Leben der Menschen. Erste Ergebnisse der 6. Kirchenmitgliedschaftsuntersuchung (KMU 6). 2023. Hannover. S. 29.
6. https://www.netzkloster.ch/ abgelesen am 10.12.2025.
7. https://www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/ST_DZ_Religionsmonitor_Zusammenleben_in_religioeser_Vielfalt_2023.pdf, S. 21–22. Abgelesen am 10.12.2025.
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AUTORIN · AUTOR
Heiko Metz ist Theologe mit Blick für das Leben – für Alltag, Brüche und Konfettimomente. Er liebt ehrliche Fragen, guten Kaffee und Worte, die tragen. Er gestaltet Räume, in denen Menschen zur Ruhe kommen, Gott begegnen und den Mut finden, neu aufzubrechen.

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